Sansibar - Segelsafari
Sansibar - Blue Ocean Segelsafari

Der Tag fing schon holprig an: Michaels Fahrer kam zu spät, und am Ende wartete Michael trotzdem noch anderthalb Stunden auf das Boot. Timing sieht eindeutig anders aus!

Endlich auf dem Wasser, steuerten wir die berühmte Sandbank an – leider war sie völlig überfüllt mit Menschen. Von der erhofften Ruhe oder gar Tieren keine Spur. Wenigstens entschädigte uns der Lunch: Ein Fest für Fischliebhaber mit Tintenfisch, Krabben, Langusten und Thunfisch – frisch, lecker und reichlich.

Der anschließende Badestopp fiel allerdings viel zu kurz aus, gerade als wir so richtig im Wasser angekommen waren, mussten wir schon wieder raus. Auf der Rückfahrt gab es dann immerhin ein Highlight: Wir setzten endlich die Segel, und ich durfte sogar lernen, wie man unter Schratsegeln segelt – eine kleine, aber feine Lektion in maritimer Praxis.

Das Tagesende jedoch brachte einen herben Dämpfer: Der Verlust meines Geldbeutels mit allen Karten. Ein echtes Abenteuer – nur diesmal leider keins, das man so schnell wiederholen möchte.
Dhau

Dhau oder Dau (English Dhow) (arabisch: داو,) ist der generische Name für eine Reihe traditioneller Segelschiffe mit einem oder mehreren Masten, die im Roten Meer und im Indischen Ozean verwendet werden. In der Vergangenheit fungierten Dhaus als Handelsschiffe, hauptsächlich um schwere Gegenstände zu transportieren. Größere Dhaus haben Besatzungen von ungefähr dreißig, kleinere normalerweise um zwölf.

Der genaue Ursprung der Dhaus ging in.der Geschichte verloren. Die meisten Historiker sind sich uneinig, ob die Dhau vor 600 n. Chr. von Arabern oder Indern erfunden wurde.
Schiffe, die der Dhau ähnlich sind, werden in den 1001 Nacht beschrieben, einschließlich verschiedener Häfen, in denen sie sich befanden.

Die Dhau ist auch mit dem Perlenhandel verbunden. Die Seeleute aus dem Jemen und dem Oman kamen jahrhundertelang für ihre Dhaus nach Kerala, Indien. Dies lag an dem guten Holz in den Wäldern von Kerala und den erfahrenen Schiffbauern. Früher wurden die Bretter eines Dhau-Rumpfes von einem Kokosnussseil zusammengehalten.

Die Kunst, Dhows zu bauen, wurde im Sultanat Oman fortgesetzt. Das Sultanat ist nach wie vor die Heimat der besten Dhaubauer der Welt. In der Stadt Sur lebt dieses Handwerk noch und Handwerker bauen moderne Dhaus auf Bestellung. (Siehe Video unten) Diese handgeruderten Schiffe wurden jedoch jetzt durch Motoren mit hoher Pferdestärke ersetzt.