Sansibar - Gewürze
Sansibar - Gewürze

Heute tauchten wir in die Welt der Gewürze Sansibars ein – eine Mischung aus faszinierenden Fakten, kuriosen Momenten und einer ordentlichen Portion Touristen-Show.
Schon gleich zu Beginn lernten wir, dass Nelken ein wahres Wundermittel sind: Sie helfen gegen Regelschmerzen, Kopf- und Zahnweh. Kein Wunder, dass sie hier so wertvoll sind – allerdings darf man nicht mehr als 10 Kilogramm davon ausführen.

Viele interessante Details reihten sich aneinander: Kardamom ist bei der Ernte rosa und wird erst reif, wenn der Kern schwarz ist. Pfeffer und Vanille sind Schmarotzer, die sich kunstvoll um andere Pflanzen herumranken. Beim Öffnen einer Muskatfrucht kommt im Inneren ein Kern zum Vorschein, der von einer roten Blüte umhüllt ist – fast zu schön, um wahr zu sein. Eukalyptus riecht auf jedem Kontinent anders, auf Sansibar erinnert er überraschend an Zitrone. Und Ingwer wird hier selbstverständlich im Kaffee getrunken – also doch keine schräge Erfindung von Opa!

Die Geschmacksproben waren ein Erlebnis für sich: Die Jackfruit schmeckte wie eine Mischung aus Ananas und Banane. Mama probierte und kommentierte trocken: „Oifach sauguat!“

Natürlich gehörte auch das Markttreiben dazu: Wer nicht verhandeln kann, ist hier wirklich arm dran.

Dann noch die Begegnung mit der Lipstick-Pflanze: Einmal ausprobiert, sahen wir aus, als hätten wir zu tief in die Tomatensoße gegriffen. Die Handyhülle hat’s dabei auch erwischt – die wird wohl nie wieder richtig sauber.
Sansibar - Letzter Tag

Unser letzter Tag auf Sansibar begann in aller Ruhe. Nachdem wir unser Gepäck an der Rezeption abgestellt hatten, hatten wir noch einige Stunden bis zur Abholung durch unseren Fahrer. Wir genossen die letzten Stunden am Strand,

Die Katzen, die uns in den letzten Tagen immer wieder neugierig beobachtet hatten, standen nun wieder vor uns. Sollten wir ihnen Futter geben? Wir hatten lange gezögert, aber heute, an diesem letzten Tag, haben wir uns doch noch getraut.

Die Zeit verging, und es war endlich an der Zeit, sich zu verabschieden – von den Massai-Kriegern, die uns während unseres Aufenthalts immer wieder "begleiteten", Aber heute hieß es auch für sie: Abschied von Annika zu nehmen.
Mittags kürten wir dann den Sieger im Muschelsammel-Wettbewerb. Und wer hätte es gedacht? Mama, die immer ein besonders gutes Auge für kleine, aber feine Details hat, gewann den Wettkampf souverän

Der Lunch war übrigens fast besser als das Dinner am Abend. Wir genossen die letzten Stunden ohne Eile.

Der Flug nach Kilimanjaro war dann ein Abenteuer für sich. Wir flogen mit einer De Havilland Dash 8, einem kleinen Propellerflugzeug, das das lauteste war, in dem wir je gesessen haben. Der Lärm war so intensiv, dass man sich kaum unterhalten konnte, aber der Ausblick über die afrikanische Landschaft war dafür umso beeindruckender. Die kleine Maschine schaukelte ordentlich, aber das Gefühl, so nah an den Wolken zu sein, war dennoch einzigartig.

Unsere Übernachtung im Kilimanjaro-Gebiet war dann mitten im Nirgendwo – aber eine überraschend gute Unterkunft, die uns mit komfortablen Betten und einer wunderbaren Gastfreundschaft empfing. Die Ruhe und Abgeschiedenheit waren perfekt, um den Tag ausklingen zu lassen.