Ballonsafari
Ballonfahrt

Der Tag begann mitten in der Nacht. Um 3:30 Uhr klingelte der Wecker, und bereits um 4:10 Uhr machten wir uns auf den Weg. Die Dunkelheit war noch tief, nur vereinzelt funkelten Sterne am Himmel.

Am Treffpunkt zur Ballonfahrt erwartete uns ein kleiner Snack und eine Tasse heißer Kaffee – genau das Richtige, um wach zu werden. Dann begann das eigentliche Abenteuer: Der Himmel färbte sich langsam in Pastelltönen, und wir wurden Zeugen eines wunderschönen Sonnenaufgangs.

Das Einsteigen in den Ballonkorb war eine Erfahrung für sich. Der Korb lag auf der Seite wie eine Raumkapsel, und wir schoben uns liegend hinein. Mit dem Zünden der Flammen hob sich der Ballon sanft, richtete den Korb auf – und schon begann unsere Reise in die Lüfte.

Wir schwebten knapp über den Baumwipfeln, so leise, dass man nur das Fauchen der Flammen hörte. Unter uns entfaltete sich die Wildnis in voller Pracht. Besonders eindrucksvoll war der Moment, als wir direkt über eine riesige Wasserbüffelherde hinwegflogen – ein majestätischer Anblick, der uns den Atem raubte.

Nach einiger Zeit neigte sich die Fahrt dem Ende zu. Die Landung war aufregend: Mit einem kurzen Nachschleifen legte sich der Korb zur Seite, und wir stiegen genauso wieder aus, wie wir eingestiegen waren – auf allen Vieren, lachend und voller Adrenalin.

Zur Belohnung gab es ein wunderschön gedecktes Frühstück im Freien. Mit frischem Obst, Gebäck und prickelndem Getränk feierten wir unser Erlebnis. Am Ende erhielten wir sogar ein Zertifikat – eine kleine, aber feine Erinnerung an ein unvergessliches Abenteuer hoch über der Savanne.
Unser dritter Safaritag

Nach unserer Ballonfahrt setzte sich unser Abenteuer mit einem eindrucksvollen Anblick fort: Ein Fluss voller Flusspferde, die dicht gedrängt nebeneinander lagen, fast so, als wären sie übereinander gestapelt. Ein faszinierendes, aber auch respekteinflößendes Bild dieser massigen Tiere.

Kurz darauf entdeckten wir auch eine große Herde Wasserbüffel – diesmal aus nächster Nähe. Damit ist unsere „Big Five“-Liste fast komplett. Es fehlen nur noch das Rhinozeros und das Krokodil, um die Sammlung abzurunden.

Die Fahrt im Safarifahrzeug hatte es heute ebenfalls in sich: Zweimal mussten wir durch recht tiefes Wasser. Jedes Mal schien es, als würden wir stecken bleiben – aber unser Fahrer bewahrte Ruhe und brachte uns sicher wieder hinaus.

Am Abend wartete eine besondere Überraschung. Das Personal feierte sowohl Geburtstag als auch Honeymoon – mit Tanz, Gesang und einer unbeschwerten Fröhlichkeit, die ansteckend wirkte.

Den Tagesausklang verbrachten wir gemütlich auf der Veranda. Die Eltern waren kurzerhand „illegal“, d.h. ohne Eskorte, in das Kinderzelt eingezogen, und so hatten wir unser ganz eigenes „Afrika-TV“ direkt vor der Tür: Wasserbüffel und Impalas zogen in der Dämmerung vorbei – die perfekte Kulisse.

Die Nacht brachte noch ein ganz spezielles Erlebnis: Helen musste auf die Toilette und wurde dabei plötzlich im Rücken von einem unbekannten Tier angeatmet. Ein Moment, der für Herzklopfen sorgte – doch dafür funktionierte in dieser Situation der Stuhlgang bestens, und die Aufregung verwandelte sich schließlich in Gelächter.
Ein Tag voller wilder Begegnungen, Abenteuer und kleiner Geschichten, die man wohl nur hier in Afrika erlebt.